Christian
Gaffal, Jahrgang 1975, studierte an der Akademie für Marketing Kommunikation von 2002 bis 2004 mit dem erfolgreichen Abschluss zum
staatlich geprüften Kommunikationswirt.
Hier in seinen eigenen Worten ein Resümee:
„Nach einer turbulenten Schulzeit mit allen Höhen und Tiefen hatte ich
eigentlich keine Lust auf Studium. Vom Lernen hatte ich wirklich genug. Zudem
hieß es damals aus meinem Elternhaus, ich solle erstmal eine Ausbildung machen,
da hat man „etwas in der Tasche“.
Aber was? Was bei orientierungsgehemmten Studierwilligen die BWL, ist bei den
Azubis das Hotelfach. Also 2,5 Jahre Ausbildung zum Hotelfachmann hier in einem
Frankfurter 4-Sterne Hotel. Danach – logisch – ab ins Ausland, wenn auch nur
Schweiz. Dort als Reception-Tournant im Tag und Nachtdienst für alle Belange der
Gäste verantwortlich, kehrte ich nach einem knappen Jahr zurück nach Frankfurt
und arbeitete als Income Auditor im Kempinski Hotel. Das konnte es aber doch
noch nicht gewesen sein!
Deshalb wagte ich den Sprung in die Werbung zur Frankfurter Mediaagentur
MindShare, die zu den Größten in diesem Bereich der Werbung gehört. Mit
Rezeption und Gästen hatte dies nichts, aber auch gar nichts zu tun, aber eine
Art Dienstleistung war es schon. Angefangen hat dort alles mit Media
Controlling, einem neuen Unit der sich mit qualitativen Analysen und Statistiken
rund um den Medieneinkauf beschäftigt. Es war schwer ein Verständnis für den
Medienmarkt aufzubauen, ohne irgendwelche betriebswirtschaftlichen und medialen
Kenntnisse.
Also jetzt doch studieren? Ja, genau, und zwar berufsbegleitend, nach der
Arbeit noch viermal die Woche bis 20:30 Uhr zur Akademie für
Marketing-Kommunikation für zwei Jahre. Wer das Arbeitsleben der Agenturen
kennt, weiß, dass es schon so hart genug ist, und jetzt auch noch Extra, abends
Akademie und am Wochenende lernen? Ich sage, es hat sich gelohnt. Zum einen war
es mein Erststudium, zum anderen hat es mir die Türen in die Welt der Werbung
geöffnet. Ohne die dort erworbenen Kenntnisse hätte ich es mit Sicherheit nicht
geschafft in der Mediabranche. Anders als noch auf der Schulbank entwickelte man
dort auch einen gewissen Ehrgeiz, ganz freiwillig und ohne Drohungen der Eltern.
Während des Studiums wechselte ich noch intern die Fronten, durfte mich als
TV-Einkäufer für einen großen Spielzeughersteller aus dem Rhein-Main-Gebiet
austoben um danach Verantwortung in der Mediaplanung zu übernehmen. Nach gut
sechs Jahren bei MindShare, suchte ich Abwechslung und kehrte der Agentur den
Rücken um als Projektkoordinator bei der DAP GmbH weitere, tolle Erfahrungen zu
sammeln. Die Sichtweise der Entwickler und Programmierer auf Media und das
Kennenlernen der Arbeitsweise anderer Agenturen brachten mich ein ganzes Stück
weiter.
Heute, fast ein Jahr später, bin ich zurück bei MindShare, bin verantwortlich
für den einen oder anderen Planungskunden und unterstütze unseren
Geschäftsführer (COO) Christof Baron im operativen Tagesgeschäft. Ich übertreibe
keineswegs, wenn ich behaupte, dass die Akademie und MindShare mir geholfen
haben, nach einer durchwachsenen Schulzeit im Berufsleben richtig Fuß zu fassen
und nach oben schauen zu dürfen. Allerdings gilt wie überall – ohne Fleiß kein
Preis! Oder frei nach Konfuzius: Sobald man in einer Sache Meister geworden
ist, sollte man in einer neuen Schüler werden.“
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